Brief MANNESMANNRÖHREN-Werke aus Gründungsjahr 1890, Signatur FRITZ KOEGEL

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Verkäufer: Top-Rated Seller tucholsklavier (4.523) 100%, Artikelstandort: Berlin, Versand nach: Worldwide, Artikelnummer: 302968556345 Sie bieten auf ein frühes Schreiben der Deutsch-Österreichischen Mannesmannröhren-Werke aus dem Gründungsjahr 1890. Mit Signatur des Schriftstellers, Philologen, Komponisten und Unternehmers Fritz Koegel (* 2. August 1860 in Hasserode; † 20. Oktober 1904 in Jena). Datiert Berlin, 17. September 1890. (Die Gründung des Unternehmens erfolgte am 16. Juli 1890.) Schreiben an einen Ingenieur W. Schrader, Berlin, Reinickendorfer Straße 4; betrifft Übersendung eines Arbeitsvertrags (dieser liegt leider nicht mehr bei), dessen "Bestimmungen über Gehalt und Tantieme gefälligst als secret" zu betrachten sind. Signiert von Dr. Fritz Koegel sowie von Max Krause (geb. 21. Mai 1853 in Breslau, 1874 bis zur Schließung 1881 in der Berliner Maschinenfabrik von Wedding als Ingenieur tätig, 1889 wurde er in die Direktion der Mannesmannröhren-Werke unter Führung von Werner von Siemens und Eugen Lange berufen, 1894 Mitarbeiter bei Borsig, 1910 Vorsitz der Zentrale für Gasverwaltung, fiel im 1. Weltkrieg). Umfang: 1 S. (27,7 x 21,8 cm). Geschrieben auf schönem, recht kräftigen Papier (Wasserzeichen "ALFA MILL FINE"). Anbei (wohl späterer?) Firmen-Briefumschlag (15,2 x 12,5 cm) an denselben Empfänger ("Herrn W. Schrader, K. Blidinghausen"), mit Firmenadresse in Düsseldorf, Herderstr. 33. Zustand: Brief gefaltet, etwas fleckig und knittrig. Umschlag aus dünnem Papier (Firma Schleicher & Schüll, Düren), stärker fleckig und knittrig. Bitte beachten Sie auch die Bilder! Interner Vermerk: Order 5b/7 Über Fritz Koegel sowie die frühe Geschichte des Unternehmens (Quelle: wikipedia): Friedrich („Fritz“) Karl Adolf Koegel, auch Kögel (* 2. August 1860 in Hasserode; † 20. Oktober 1904 in Jena) war ein deutscher Schriftsteller, Philologe, Komponist und Unternehmer. Werdegang: Fritz Koegel[1] wurde als erstes von vierzehn Kindern des von 1859 bis 1863 in Hasserode-Friedrichsthal im Kreis Wernigerode der preußischen Provinz Sachsen und, nach einer Station in Schochwitz, von 1870 bis 1899 in Staßfurt tätigen evangelisch-lutherischen Pfarrers Adolf Koegel (1831–1899) und seiner Frau Ida, geb. Rocholl (1838–1892), geboren. Mütterlicherseits war er ein Vetter der Erfinder und Unternehmer Reinhard Mannesmann und Max Mannesmann. 1898 heiratete er Emily Gelzer (1877–1906), Tochter des klassischen Philologen, Althistorikers und Byzantinisten Heinrich Gelzer und seiner Frau Clara, geb. Thurneysen (1853–1919). Das Ehepaar ist durch die gemeinsame Veröffentlichung von Kindergedichten unter dem Titel Die Arche Noah bekannt geworden. Wie schon sein Vater und sein Großvater Friedrich Johann Koegel (1800–1858), ebenfalls evangelisch-lutherischer Pfarrer, besuchte Fritz Koegel bis zum Abitur die Lateinschule der Franckeschen Stiftungen in Halle (Saale). Vom Sommersemester 1878 bis zum Sommersemester 1881 studierte er in München, Halle (Saale) und Göttingen Geschichte, Germanistik und Philosophie. 1883 promovierte er in Halle (Saale) bei dem Philosophen Hermann Ulrici. Seine Dissertation über Die körperlichen Gestalten der Poesie beruht auf der Ästhetik von Hermann Lotze. Schon vor der Promotion begann er mit dem Schreiben kulturkritischer Essays, von denen bis Mitte 1886 mehr als 30 in renommierten bürgerlichen Zeitschriften wie Die Grenzboten und Die Gegenwart (1872–1931) – sowie vor allem in der Täglichen Rundschau (Berlin) erschienen. Ab Herbst 1885 war Koegel als Redakteur der von Philipp von Nathusius-Ludom herausgegebenen, nach Erscheinen von Band 3 (1889) eingestellten Deutschen Encyklopädie. Ein neues Universallexikon für alle Gebiete des Wissens ein Jahr in Rudolstadt tätig. Anschließend nahm er das Angebot seiner Vettern an, sie, zuerst bis zum Frühjahr 1890 von Remscheid aus, beim Aufbau ihrer Röhrenwalzwerke zu unterstützen. Beteiligt war er auch an der endgültigen Gründung der „Actien-Gesellschaft Deutsch-Österreichische Mannesmannröhren-Werke“ am 16. Juli 1890,[3] als deren erster Verwaltungsdirektor er am prominenten Sitz der Gesellschaft in Berlin, Pariser Platz 6, fungierte. Er folgte in Berlin aber auch seinen literarischen Neigungen: So entstanden, unter dem Eindruck seiner Nietzsche-Lektüre, Vox humana. Auch ein Beichtbuch und Gastgaben. Sprüche eines Wanderers. Als begeisterte Leserin offenbarte sich ihm Ida Coblenz, über deren Vermittlung es zu Begegnungen mit Stefan George im Juni und Juli 1892 in Berlin kam. Für kurze Zeit wurde er von Carl August Klein, dem designierten Herausgeber der Blätter für die Kunst, als Mitarbeiter angeworben[4] und kann dort sechs Reimsprüche „Von der Kunst“ veröffentlichen.[5] Eine freundschaftliche Beziehung unterhielt er zu Werner von Siemens,[6] von 1890 bis 1892 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Aktiengesellschaft. Gleichzeitig mit seinen als Generaldirektoren amtierenden Vettern Reinhard und Max Mannesmann schied Koegel zum Oktober 1893 aus der Gesellschaft aus. Vor 1889 zuerst auf Veröffentlichungen von Friedrich Nietzsche – „für mich ein Fund fürs Leben“[7] – gestoßen, hielt Koegel Anfang 1892 in der Freien Literarischen Gesellschaft in Berlin einen Vortrag über Nietzsche, der das Interesse an Leben und Werk des noch weitgehend unbekannten und nicht akzeptierten Philosophen wachsen ließ.[8] Dessen Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche wurde auf ihn aufmerksam, und die Familie Oehler-Nietzsche gewann Koegel im Frühjahr 1894 als Herausgeber einer Nietzsche-Gesamtausgabe im Nietzsche-Archiv. Kurz nach Koegels Verlobung im Dezember 1896 mit Emily Gelzer, die er bei Förster-Nietzsche kennengelernt hatte, kam es zwischen ihm und der Archivherrin, unter Beteiligung von Rudolf Steiner, zu wachsenden Konflikten über die Frage der Herausgeberschaft und schließlich zu seiner Entlassung im Juni 1897.[9] Seine heimlichen Abschriften aus Briefen und Briefentwürfen Nietzsches sind als Koegel-Exzerpte in die Wissenschaft eingegangen. Als Direktor von Ernst Sieglin, Fabrik von Dr. Thompson’s Seifenpulver kehrte Koegel im Frühjahr 1898 in die Wirtschaft zurück. Das Unternehmen leitete er bis zur Beendigung seiner Tätigkeit im Sommer 1904 von Düsseldorf aus sehr erfolgreich. Im kulturellen Leben der Stadt spielte er als Vorstandsmitglied und wenig später als Vorsitzender der Freien Literarischen Vereinigung von 1899 bis zu ihrer Auflösung 1903 eine wichtige Rolle. Programmhöhepunkte waren Veranstaltungen zum 100. Geburtstag von Heinrich Heine – Koegel hielt am 18. Dezember 1899 den Festvortrag in der Düsseldorfer Tonhalle vor mehr als 2.000 Zuhörern – und zum Gedenken an Friedrich Nietzsche. Koegel wirkte darüber hinaus als Mitglied einer vor allem aus Mitgliedern des Düsseldorfer Künstlervereins Malkasten bestehenden Kunstkommission an den Vorbereitungen zur Gründung einer Zeitschrift mit, die im Oktober 1900 unter dem Titel Die Rheinlande – Monatsschrift für deutsche Kunst mit seinem Freund Wilhelm Schäfer als Herausgeber in Düsseldorf zu erscheinen begann.[11] Er veröffentlichte darin Gedichte und andere Beiträge, z. B. Bei Conrad Ferdinand Meyer. Ein Gespräch.[12] Vom Oktober 1903 bis zu seinem Tod war er außerdem als Redakteur für die Musikbeilagen verantwortlich. Schäfer hat die Biografien seiner frühzeitig gestorbenen Freunde Fritz und Emily Koegel – sowie Gustav Kühl (1869–1906) – in der autobiografischen, schon von Kafka gerühmten Erzählung Die Missgeschickten verarbeitet. Über deren Leben ist damit ein „persönliches Zeugnis von beachtlichem Wert erhalten“. Am 1. Juli 1904 gründeten Koegel und Paul Schultze-Naumburg in Saaleck bei Bad Kösen die bis 1930 existierende Saalecker Werkstätten G.m.b.H. Geschäftszweck der Gesellschaft war die Schaffung von Einzelmöbeln, Wohnungseinrichtungen, Häusern und Gartenanlagen. Von Schultze-Naumburg wurde für seinen Freund und Geschäftspartner und dessen Familie auch das weitgehend erhaltene Grabmal – Koegels letzte Ruhestätte – im denkmalgeschützten Bereich des Jenaer Nordfriedhofs entworfen. Koegels schmales kompositorisches Werk[15] findet sich vor allem in Fünfzig Lieder – aufgenommen sind Vertonungen von Gedichten u. a. von Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Nietzsche, Detlev von Liliencron, Richard Dehmel, Conrad Ferdinand Meyer, Gerhart Hauptmann, Martin Greif und Theodor Fontane, dazu ein eigenes Kindergedicht.[16] Zu Koegels Lebzeiten wurden daraus vor allem Nietzsche-Gedichte in Gedächtnisfeiern für den Philosophen öffentlich dargeboten.[17] Zum Gedenken an den Komponisten trug die bekannte Sopranistin Lilli Lehmann am 18. November 1904 jeweils fünf Lieder von Brahms, Schubert und Koegel in der Berliner Philharmonie vor. Fritz Koegel war ein begeisterter Alpinist. So gelangen ihm 1895 mit dem österreichischen Bergführer Karl Hofer[19] zahlreiche Erstbesteigungen in der Tiroler Reichenspitzgruppe. Von dem zuvor als verschollen angenommenen Koegel-Nachlass gelangte 2007 ein Teil in das Goethe- und Schiller-Archiv, Weimar. Mannesmannröhren-Werke AG lautete von 1908 bis zur Liquidation nach dem Zweiten Weltkrieg der Name des alten Mannesmann-Stahlkonzerns mit Sitz in Düsseldorf. 1969 wurden die Mannesmannröhren-Werke als Tochtergesellschaft des Mannesmann-Konzerns neu gegründet. Die Mannesmannröhren-Werke waren damit – als Tochtergesellschaft der bereits 1955 neu entstandenen Mannesmann AG – eines der weltweit größten Unternehmen zur Herstellung von Stahlrohren. Die heute noch bestehende Mannesmannröhren-Werke GmbH ist die Führungsgesellschaft der operativen Gesellschaften des Geschäftsbereichs Mannesmann des Salzgitter-Konzerns. Sie bieten ihren Kunden ein breites Sortiment an hochwertigen geschweißten und nahtlosen Stahlrohren für unterschiedliche Anwendungsbereiche. Hier befinden sich heute die Rechte an der Marke „Mannesmann“. Entwicklung zum Stahlkonzern Gründeraktie der Deutsch-Oesterreichischen Mannesmannröhren-Werke vom 14. November 1890 mit Unterschrift von Max Mannesmann 1890 als Zusammenschluss mehrerer Röhrenwerke der Remscheider Brüder Max und Reinhard Mannesmann unter dem Namen Deutsch-Österreichische Mannesmannröhren-Werke AG mit Sitz in Berlin gegründet, wurden 1893 die Verwaltung und später der Unternehmenssitz nach Düsseldorf verlegt, das damals das Zentrum der deutschen Stahlröhrenindustrie war.[2] 1908 erhielt das Unternehmen den neuen Namen Mannesmannröhren-Werke AG und entwickelte sich in der Folge über die Röhrenproduktion hinaus zu einem der großen deutschen Stahlkonzerne mit eigener Stahlproduktion. Wie viele deutsche Unternehmen beteiligte sich auch Mannesmann vor und während des Zweiten Weltkriegs an der Enteignung von jüdischem Besitz („Arisierung“). 1938 übernahm Mannesmann die Wolf-Netter-&-Jacobi-Werke und formte daraus die Mannesmann-Stahlblechbau-AG. Die „Arisierung“ des ursprünglich in niederländischem Besitz befindlichen, französischen Behälterbauers van Leer war Thema einer ausführlichen strukturellen Untersuchung durch französische Historiker. Die Untersuchung zeigt, wie dutzende Beteiligte aus beiden Ländern und von allen möglichen politischen und wirtschaftlichen Institutionen bei diesem Vorgang mit- und gegeneinander wirkten. Letztlich gelang es der französischen Seite, die vollständige Vereinnahmung durch Mannesmann zu verhindern. Condition: Brief gefaltet, etwas fleckig und knittrig. Umschlag aus dünnem Papier (Firma Schleicher & Schüll, Düren), stärker fleckig und knittrig. Bitte beachten Sie auch die Bilder!, Produktart: Handgeschriebenes Manuskript, Genre: Wissen & Technik, Material: Papier, Eigenschaften: Erstausgabe, Erscheinungsort: Berlin, Original/Faksimile: Original, Erscheinungsjahr: 1890, Autor: Fritz Koegel, Sprache: Deutsch

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